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Lernen • Leistung • Lebensfreude

Kaufleute für Büromanagement

Abt. 1 Wirtschaft und Verwaltung - Teilzeitschulformen • Teilzeit

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Uwe Dreesmann

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Beschreibung

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Sie umfassend über den Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement informieren.

Seit 1991 war der Beruf Bürokauffrau oder Bürokaufmann ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Vor allem die zunehmende Einbeziehung der Kommunikations-systeme führte zu einer Reform des Büroberufes; der Beruf der „Bürogehilfin“ wurde abgelöst. Zum Schuljahresbeginn August 2014 wurde der o.g. neue Beruf ins Leben gerufen. Für junge Menschen, die Spaß an kaufmännischen Aufgaben haben, ist es der ideale Beruf. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist ein Realschulabschluss, ein FOS - Abschluss oder das Abitur eine Voraussetzung, um die Abschlussprüfungen zu bestehen.

Ausbildung

Die Ausbildung findet überwiegend an zwei Lernorten statt: Berufsschule und Betrieb. Dieses duale System gestaltet sich an unserer Schule wie folgt:

Auszubildende mit einer 3-jährigen Ausbildungszeit werden an zwei Wochentagen mit jeweils 6 Unterrichtsstunden beschult. Auszubildende mit entsprechender Qualifikation (Besuch der Berufsfachschule (Schwerpunkt: Bürodienstleistungen), der FOS oder z.B. des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft) können zwei Jahre lang ausgebildet werden und besuchen die BBS Papenburg Technik und Wirtschaft an einem Tag in der Woche (8 Unterrichtsstunden), wo die berufsbegleitende theoretische Ausbildung stattfindet.

Während der Ausbildung wird der Wissensstand im Rahmen einer ersten Abschlussprüfung abgefragt. Die Abschlussprüfung wird je nach Zugehörigkeit des Ausbildungsbetriebes durch die Industrie- und Handelskammer (IHK Osnabrück oder IHK Ostfriesland/ Emden) oder durch die Handwerkskammer Osnabrück durchgeführt.

Weitere Informationen zur Prüfung erhalten Sie über die zuständige Kammer:

Informationen zur gestreckten Abschlussprüfung finden Sie unter dem Gliederungspunkt/Link "Abschlüsse".

Bei Rückfragen bezüglich der berufsbegleitenden theoretischen Ausbildung an unserer Schule stehe ich Ihnen sehr gern zur Verfügung:

Uwe Dreesmann

Aufnahmevoraussetzungen

Ein abgeschlossener Berufsausbildungsvertrag ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Berufsschule.
Der Ausbildungsbetrieb meldet den Auszubildenden bei der Berufsschule an. In Absprache mit dem Betrieb kann das auch die/der Auszubildende selber machen. Die Anmeldung erfolgt unter Anmeldung/Bewerbung.

Stundentafel

Die Lernfelder 1 - 4 werden im ersten Lehrjahr , die Lernfelder 5 - 8 werden zweiten Lehrjahr und die Lernfelder 9 - 13 werden im dritten Lehrjahr unterrichtet.

 Lernfeld 1

Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren

40 Unterrichtsstunden

Lernfeld 2

Büroprozesse gestalten und Arbeitsvorgänge organisieren

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 3

Aufträge bearbeiten

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 4

Sachgüter und Dienstleitungen beschaffen und Verträge schließen

120 Unterrichtsstunden

Lernfeld 5

Kunden akquirieren und binden

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 6

Wertströme erfassen und beurteilen

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 7

Gesprächssituationen bewältigen

40 Unterrichtsstunden

Lernfeld 8

Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 9

Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 10

Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern

80 Unterrichtsstunden

Lernfeld 11

Geschäftsprozesse darstellen und optimieren

40 Unterrichtsstunden

Lernfeld 12

Veranstaltungen und Geschäftsreisen organisieren

40 Unterrichtsstunden

Lernfeld 13

Ein Projekt planen und durchführen

40 Unterrichtsstunden

Abschlüsse

Dieser Beruf Kauffrau(mann) für Bürokommunikation enthält Wahlqualifikationen, die neben den Kernqualifikationen (Büro- und Geschäftsprozesse) zahlreiche Differenzierungsmöglichkeiten bieten.

Es ist angedacht, dass die Unternehmen bei Vertragsabschluss zwei Wahlqualifikationen (jeweils 5 Monate) auswählen. Zusätzlich ist es möglich, eine zusätzliche Wahlqualifikation als Zusatzqualifikation zu vermitteln und ggfs. auch zu prüfen.

Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Übersicht, die Ihnen die 10 Wahlqualifikationen aufzeigt:

1.Auftragssteuerung und –koordination

1.1  Auftragsinitiierung

1.2  Auftragsabwicklung

1.3  Auftragsabschluss

1.4  Auftragsnachbereitung

2.Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

2.1  Finanzbuchhaltung

2.2  Kosten- und Leistungsrechnung

2.3  Controlling

3.Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen

3.1  Laufende Buchführung

3.2  Entgeltabrechnung

3.3  Betriebliche Kalkulationen

3.4  Betriebliche Auswertungen

4.Einkauf und Logistik

4.1  Bedarfsermittlung

4.2  Operativer Einkaufsprozess

4.3  Strategischer Einkaufsprozess

4.4  Lagerwirtschaft

5.Marketing und Vertrieb

5.1  Marketingaktivitäten

5.2  Vertrieb von Produkten und Dienstleitungen

5.3  Kundenbindung und Kundenbetreuung

6.Personalwirtschaft

6.1  Personalsachbearbeitung

6.2  Personalbeschaffung und –entwicklung

7.Assistenz und Sekretariat

7.1  Sekretariatsführung

7.2  Terminkoordination und Korrespondenzbearbeitung

7.3  Organisation von Reisen und Veranstaltungen

8.Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement

8.1  Öffentlichkeitsarbeit

8.2  Veranstaltungsmanagement

9.Verwaltung und Recht

9.1  Kunden- und Bürgerorientierung

9.2  Rechtsanwendung

9.3  Verwaltungshandeln

10.Öffentliche Finanzwirtschaft

10.1      Finanzwesen

10.2      Haushalts- und Kassenwesen

Die Ausbildung findet weiterhin im dualen System statt. Auch für die berufsbildenden Schulen ergeben sich somit zahlreiche Änderungen:

Die Zwischen- und Abschlussprüfung wurde modifiziert. Die traditionelle Zwischenprüfung „entfällt“. Man spricht jetzt von einer sogenannten „gestreckten Abschlussprüfung“.

Diese besteht aus AP 1 und AP 2. Beide Teile bilden als Abschlussprüfung eine Einheit – auch wenn sie an unterschiedlichen Terminen stattfinden.

 Teil 1: Mitte des zweiten Ausbildungsjahres (auf der Basis der ersten 15 Monate)

 1. Informationstechnisches Büromanagement (120 Min.); Gewichtung: 25%

 Teil 2: Ende des dritten Ausbildungsjahres

 2. Kundenbeziehungsprozesse (150 Min.); Gewichtung: 30 %

 3. Fachaufgabe der Wahlqualifikation (20 Min.); Gewichtung: 35 %

 4. Wirtschafts- und Sozialkunde: (60 Min.); Gewichtung: 10 %

 Zusatzqualifikation (Kann-Bestimmung): Prüfung einer nicht gewählten Wahlqualifikation.

 Zusatzinformationen:

Mündliche Ergänzungsprüfung: Bei Leistungen in den Prüfungsbereichen 2 und 4, die das Bestehen gefährden.

  • Bestehensregelung: Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2; Ergebnis von Teil 2 und mindestens zwei Prüfungsbereiche von Teil 2 mindestens „ausreichend“ sowie kein „ungenügend“ im Teil 2.
  • Zu 3: Fallbezogenes Fachgespräch

a)     Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe in beiden Wahlqualifikationen (WQ) und Dokumentierung in max. dreiseitigen Reporten (nicht bewertet!). Der Prüfungs-ausschuss wählt eine Fachaufgabe als Grundlage für das Prüfungsgespräch aus. 

Oder:

b)     Der Prüfungsausschuss wählt aus den 2 Wahlqualifikationen eine aus und stellt dem Prüfling 2 Fachaufgaben zu dieser WQ zur Wahl. (Bearbeitungszeit 20 Min.).

a)und b) können sich auf die gesamten Wahlqualifikationen erstrecken; die Variante legt der Betrieb fest. Mitteilung an die Kammer mit der Anmeldung zur Prüfung.

Die Prüfungstermine entnehmen Sie bitte nachfolgender Internetseite:

 www.ihk-aka.de/pruefungen

Da sich die Ausbildung sowohl in einen schulischen als auch einen betrieblichen Bereich aufteilt, können unterschiedliche Abschlüsse und Berechtigungen erlangt werden:

  • Berufsschulabschluss
    Am Ende der Berufsschule steht der mit dem Abschlusszeugnis dokumentierte Berufsschulabschluss, wenn der Unterricht erfolgreich absolviert wurde, gleichgültig, ob die IHK-Prüfung bestanden wurde oder nicht. Es wird keine gesonderte Abschlussprüfung in der Berufsschule durchgeführt, das heißt der erfolgreiche Abschluss hängt von den Noten in den einzelnen Lernfeldern und Fächern ab.
  • Berufsbezeichnung: Kauffrau(mann) für Büromanagement
    Die Berufsausbildung endet mit der bestandenen Abschlussprüfung vor der zuständigen IHK. Das IHK-Prüfungszeugnis belegt die erfolgreiche Abschlussprüfung in dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.


Wenn Sie die Berufsschule und die IHK-Prüfung erfolgreich absolviert haben, können Sie noch weitere allgemeinbildende Schulabschlüsse erlangen, wenn Sie diese noch nicht im Rahmen des vorherigen Bildungswegs erreicht haben.

  • Sekundarabschluss I - Realschulabschluss
    Dieser Abschluss wird am Ende der Ausbildung auf dem Abschlusszeugnis der Berufsschule vermerkt.
  • Erweiterter Sekundarabschluss I
    Wenn bestimmte Noten erreicht wurden, wird dieser Abschluss auf dem Abschlusszeugnis der Berufsschule vermerkt.
  • Fachhochschulreife
    Die Fachhochschulreife wird automatisch erlangt, wenn der schulische Teil der Fachhochschulreife bereits vorher in einer anderen Schulform erworben wurde.
Möglichkeiten nach der Ausbildung

Die BBS Papenburg bietet Ihnen die Möglichkeit, nach der erfolgreichen Ausbildung weitere Abschlüsse entweder in Vollzeit oder berufsbegleitend zu erwerben. Je nachdem, welches Ziel Sie verfolgen, bieten sich folgende Möglichkeiten:

  • Ziel: Fachhochschulreife
    Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung können Sie die einjährige Fachoberschule Klasse 12 in Vollzeit besuchen. Anschließend können Sie noch ein Jahr in der Berufsoberschule anhängen, um die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen.
  • Ziel: Allgemeine Hochschulreife
    Sie haben die Möglichkeit mit dem erweiterten Sekundarabschluss I in die Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums der BBS Papenburg einzusteigen.
  • Ziel: Staatlich geprüfter Betriebswirt und Fachhochschulreife
    Wenn Sie sich berufsbegleitend weiterbilden möchten, dann können Sie 3-jährige Fachschule Betriebswirtschaft besuchen.
Infomaterial & Downloads

Ansprechpartner für den Bildungsgang: Uwe Dreesmann

Allgemeine Informationen: Per Telefon: 04961 89101 oder per E-Mail: verwaltung@bbs-papenburg.eu

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