Prüfung und Lerninhalte

Die Ausbildung für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte beruht auf einem dualen System, d. h. neben dem praktischen Teil in einem Ausbildungsbetrieb muss jeder Azubi die Berufsschule besuchen. Ein erfolgreicher Schulabschluss ist eine Voraussetzung, die Fachangestelltenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der jeweiligen Rechtsanwaltskammer abzulegen.

Die sogenannten Lernfelder und Inhalte der Ausbildung sowie die Prüfungsschwerpunkte sind denen der „normalen“ Rechtsanwaltsfachangestellten sehr ähnlich. Im Folgenden wird deshalb ein intensiverer Blick auf die Unterschiede geworfen. Im Allgemeinen ist der Ausbildung eine Ausbildungsordnung zugrunde gelegt, die einen Ausbildungsrahmenplan enthält. Auf dieser Grundlage entwirft der jeweilige Ausbildungsbetrieb wiederum einen individuellen Ausbildungsplan für den einzelnen Azubi.

Um für die Abschlussprüfung zugelassen zu werden, bedarf es einer bestandenen Zwischenprüfung, die zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres stattfindet, und eines sorgfältig geführten Berichtsheftes.

Die Abschlussprüfung besteht aus den folgenden Prüfungsbereichen mit der jeweiligen Prüfungsdauer und dem Anteil an der Gesamtnote:

  • Geschäfts- und Leistungsprozesse:

schriftlich, 60 Minuten, mit 15 Prozent

  • Rechtsanwendung im Rechtsanwalts- und Notarbereich:

schriftlich, 150 Minuten, mit 30 Prozent

  • Vergütung und Kosten:

schriftlich, 90 Minuten, mit 30 Prozent

  • Wirtschafts- und Sozialkunde:

schriftlich, 60 Minuten, mit 10 Prozent

  • Mandanten- und Beteiligtenbetreuung:

Fachgespräch, 15 Minuten, mit 15 Prozent

Im Gesamtergebnis muss der Auszubildende mindestens ein ausreichend erreichen, um die Prüfung zu bestehen. Im Einzelfall kann man eine Ergänzungsprüfung in Form einer 15-minütigen, mündlichen Prüfung ablegen. Grundlage für die Prüfungen bilden verschiedene Lerninhalte, die sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb vermittelt werden. Neben den berufsübergreifenden und berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten, die ein Rechtsanwaltsfachangestellter sich aneignen muss, gelten vor allem für den Bereich der sogenannten „weiteren berufsprofilgebenden“ Fähigkeiten Besonderheiten bei der Ausbildung für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte.

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