Rechtsanwalts­- und Notarfachangestellte nehmen Vertretungs­- und Beurkundungsaufträge entgegen, vereinbaren Termine und bereiten diese vor. Sie führen Akten, Register sowie Termin­, Fristen­ und Wiedervorlagekalender und stellen Unterlagen und Informationen zusammen. In notariellen Angele­genheiten fordern sie Dokumente für Beurkundungen an, z.B. bei der Ausfertigung von Grundstücks­kaufverträgen.

Nach Vorgaben der Anwaltsnotare und -­notarinnen verfassen sie Schriftstücke zu Rechtsstreitigkei­ten, Mahnungen und Zwangsvollstreckungen. Sie entwerfen Erbscheinanträge, Vollmachten, eides­stattliche Versicherungen und einfache Verträge. Darüber hinaus berechnen sie Gebühren, stellen Rechnungen, überwachen und verbuchen Zahlungseingänge und bearbeiten die Korrespondenz.

Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind notwendig, denn Rechtsanwalts­ und Notar­fachangestellte müssen Verwaltungsvorgänge korrekt bearbeiten und dabei z.B. Termine und Fristen beachten. Beim Umgang mit sensiblen Daten ist Verschwiegenheit

Pflicht. Da sie auf unterschiedliche Bedürfnisse und Anliegen ihrer Mandanten eingehen müssen, ist eine aus­geprägte Serviceorientierung unabdingbar.

Das Erstellen von Verträgen, Vorlagen sowie anderen Schriftstücken ist eine wichtige Aufga­be von Rechtsanwalts-­ und Notarfachangestellten. Gutes Deutsch ist Voraussetzung, beson­ders in den Bereichen Rechtschreibung und Ausdrucksfähigkeit. Für die Berechnung von Ge­bühren werden Mathematikkenntnisse benötigt, vor allem die Grundrechenarten und die Prozentrechnung. Hintergrundwissen aus dem Bereich Wirtschaft und Recht ist für die tägliche Arbeit von Vor­teil.

Folgende Fähigkeiten bilden eine gute Voraussetzung für eine derartige Ausbildung:

  • Gute Deutschkenntnisse sind eine wesentliche Voraussetzung für eine/einen angehenden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Die Ausbildung Ist mit dem Verfassen einer Vielzahl von Schriftstücken und Verträgen verbunden. Zudem gibt es auch einen mündlichen Schwerpunkt in der sogenannten Mandantenbetreuung. Das heißt, gute Grammatikkenntnisse sowie eine fehlerfreie Rechtschreibung sind wichtige Voraussetzungen.
  • Daneben ist für die Berechnung von Kosten und Zinsen ein fundierter Umgang mit den Grundrechenarten sowie mit der Prozentrechnung von Vorteil.
  • Auch ein paar Grundkenntnisse und ein grundlegender Fachwortschatz bezüglich der Themen Wirtschaft und Recht können hilfreich sein.
  • Schließlich ist vor allem mit Blick auf die erneuerte Ausbildungsverordnung (ReNoPatAusbV) ein gutes Englisch in Wort und Schrift mittlerweile eine weitere Voraussetzung für die Ausbildung für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. In der Ausbildung gilt es Aufgaben des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs zu erledigen.

 

Berufsprofil

  • Entgegennahme von Vertretungs- und Beurkundungsaufträgen
  • Vereinbarung und Vorbereitung von Terminen
  • Führen von Akten, Registern und Termin-/Fristen- sowie Wiedervorlagekalendern
  • Zusammenstellung von Unterlagen, Dokumenten und ganz allgemein von Informationen
  • Anfordern von Dokumenten für die Beurkundungen
  • Schriftstücke zu Rechtsstreitigkeiten, Mahnungen und Zwangsvollstreckungen
  • Entwürfe für Erbscheinanträge, Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen sowie einfache Verträge
  • Berechnung von Gebühren
  • Ausfertigung von Rechnungen
  • Überwachen und Verbuchen von Zahlungseingängen

 

Back to top