Abschlussprüfung / Gesellenprüfung

Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.

Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung/ Gesellenprüfung mit 30 Prozent,     Teil 2 der Abschlussprüfung / Gesellenprüfung mit 70 Prozent gewichtet.

Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Prüfungsdauer: 10 Stunden  (Theorie 2 Stunden / Praxis 6 Stunden)

  • Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll vor dem Ende des zK1600 100113weiten Ausbildungsjahres stattfinden.
  • Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich Arbeitsauftrag.
  • Der Prüfling soll drei Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführen,ein darauf bezogenes situatives Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann, und Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich inhaltlich auf die Arbeitsaufgabe beziehen.

Für die Arbeitsaufgabe sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

  • Herstellen und Prüfen eines funktionsfähigen Werkstücks (40 min / 2 h)
  • systematische Fehlersuche in einem der folgenden Systeme: Beleuchtungsanlage, Signaleinrichtung, Ladestromsystem, Startsystem an einem Fahrzeug (40 min / 2h)
  • Warten von Bauteilen oder Baugruppen an land- oder baumaschinentechnischen Fahrzeugen, Maschinen, Anlagen oder Geräten (40 min / 2h)

Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Prüfungsdauer: 15 Stunden ( Theorie 5 Stunden / Praxis 10 Stunden)K1600 20160112 113929

Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

Theorie
Arbeitsplanung (2h)
Funktionsanalyse (2h)
Wirtschafts- und Sozialkunde (1h)

Praxis: Kundenauftrag (10h) 

Der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag ein Prüfungsprodukt und zwei gleichwertige Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, bearbeiten und mittels praxisbezogener Unterlagen dokumentieren sowie über die Arbeitsaufgaben ein  situatives Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen besteht.

Gewichtungs- und BestehensregelungK1600 100116
Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich Arbeitsauftrag 30 Prozent (aus Teil 1)
2. Prüfungsbereich Kundenauftrag 35 Prozent,
3. Prüfungsbereich Arbeitsplanung 12,5 Prozent,
4. Prüfungsbereich Funktionsanalyse 12,5 Prozent,

5. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen
1. im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
2. im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
3. im Prüfungsbereich Kundenauftrag mit mindestens „ausreichend“,
4. in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
5. in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“ bewertet worden sind.

Mündliche Ergänzungsprüfung
Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung / Gesellenprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.

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